, , ,

Ein irgendwie jüdisches Wochenende

Dienstag, September 01, 2015
Das vergangene Wochenende war eigentlich ein durch und durch irgendwie jüdisches. Zwar musste ich auf den G'ttesdienst des Egalitären Minjans verzichten, da ich noch brav im Seminar saß, doch durfte der Sonntag überraschend mit bestem Hummus und jeder Menge Ivrith im Ohr beendet werden. Und da wir das Wochenende kurzerhand geistig verlängern, war es doch irgendwie erst gestern abend mit dem Jewish Cultur Day der Böllstiftung beendet. 

Äußerlichkeiten

Freitag, August 28, 2015
Als ich vor Jahren eine neue Stelle antrat, bekamen die Mitarbeiter gerade eine Schulung zum Thema "Umgang mit Rechts". Im Nachklang sollten sie eine Übersicht über äußerliche Merkmale bekommen, um gewappnet zu sein. 
, , , ,

Ein Besuch im Depot des Vorderasiatischen Museums, der doch viel mehr war.

Samstag, August 22, 2015
Eigentlich, ganz eigentlich sollte das ein Text zu meinem wunderbaren Besuch im Depot des Vorderasiatischen Museums werden. Doch es wird und muss mehr gesagt werden. Nicht nur über das, was Markus Hilgert uns über sein Haus und die Aufgaben erzählte, sondern auch über die Dinge, derer sich heute Museen verpflichten sollten.

, , , , , ,

Widersprüche

Freitag, August 14, 2015
Geht man in Deutschland zur Schule, so wird man um ein paar Namen nicht herum kommen: die Geschwister Scholl und Anne Frank. Hat man Glück und Lehrer, die auch über die Lehrpläne schauen, tauchen ein paar mehr Geschichten auf. Wir lernen in der Schule von jungen Menschen, die sich nicht verbiegen ließen. Pädagogisch korrekt will man gerade "unter" Gleichaltrigen vermitteln, dass man aufstehen muss gegen Unrecht, gegen alle Widerstände.

,

Fluchten

Montag, August 10, 2015
Eine recht häufige Frage ist: Warum sind die Juden nicht einfach vor den Nationalsozialisten geflohen? 
Es gab kein "einfach". Nicht nur innere Fragen wie Heimat, Zuhause, zu pflegende Angehörige, Nichtglaube, wie schlimm es werden würde, verhinderten Flucht. Vor allem äußere Dinge taten es. Es musste nicht erst die "Reichsfluchtsteuer" auf den Plan treten, um für Juden eine Flucht unmöglich zu machen. 
,

#18 Nebel

Samstag, Juli 18, 2015
Du wachst auf, die Augen öffnen sich langsam. Nebel überm Feld, dieser Nebel am Sommermorgen, der sich schützend über die Wiesen legt. Der so viel verheißen kann. Der Kühle heißt und Versprechen auf den neuen Tag. Es ist dieser Nebel, der Hoffnung bringt auf einen glücklichen Tag. Auf Sommer, auf juchzende Kinder im Wasser, auf diese Stille...diese Sommerstille.
,

#15 Einfach sein lassen

Mittwoch, Juli 15, 2015
Was mich viel beschäftigt ist die Frage, warum Menschen andere Menschen nicht einfach sein lassen können. Ich verstehe es nicht. Ich sehe Partner, die an ihren Partnern herummäkeln, sie ändern wollen, nach ihren Wünschen, ich sehe Menschen, die geradezu zwanghaft andere von ihrer Meinung überzeugen wollen, Menschen, die andere mit Gewalt zu einem Glauben zwischen wollen. 
,

#14 Wenn das Leben Schmerz wird

Dienstag, Juli 14, 2015
Rick Hutchinson, Migraine Five; We're in Pain, 1989. (Entry to the First Migraine Masterpieces art contest.) © 1989 National Headache Foundation
Ich schrieb schon das eine oder andere Mal über das, was mich mein Leben lang begleitet: Schmerz. Er kommt unberechenbar, ungeplant und ist nur schwer in den Griff zu bekommen. Einige Ärzte, wohlmeinende Menschen ergehen sich an Zweifeln und wilden Tipps, das in den Griff zu bekommen. Doch wirklich ist: das es so bleiben wird, dass es nie weg geht und nur die Symptome behandelt werden können - manchmal. 

, , ,

#13 Leben als Buch

Montag, Juli 13, 2015

Nach meiner gestrigen Schreibpause möchte ich mich doch wieder einem der Schreibimpulse des NaBloPoMo widmen. Heute: "Schriftsteller, Star, anderer Blogger oder Bloggerin oder jemand anderes? – Wer sollte deine Autobiographie schreiben?" Nun, es ist nur ein Impuls, der mich nachdenken lässt. Möchte ich überhaupt eine Biographie? Eine Autobiographie würde ich ja selbst schreiben. Und schreibe ich nicht schon die ganze Zeit daran?